Augenbeschwerden

Augenbeschwerden sind weit verbreitet und können viele Ursachen haben – von trockener Luft über Bildschirmarbeit bis hin zu Infektionen oder Allergien. Sie äussern sich häufig durch Rötungen, Juckreiz, Trockenheit oder ein Fremdkörpergefühl. Auch wenn viele Beschwerden harmlos sind, können sie den Alltag stark beeinträchtigen und sollten bei anhaltenden Symptomen ärztlich abgeklärt werden.

Typische Symptome

  • Trockene, brennende oder juckende Augen sind häufige Anzeichen.
  • Rötungen oder ein Druckgefühl im Auge können auf eine Reizung oder Entzündung hinweisen.
  • Ein vermehrter Tränenfluss oder Lichtempfindlichkeit kann auftreten.
  • Verschwommenes Sehen oder das Gefühl, „Sand im Auge“ zu haben, sind ebenfalls typisch.
  • In manchen Fällen kommt es zu Schwellungen der Lider oder zu eitrigem Ausfluss.

Häufige Ursachen und Risikofaktoren

  • Trockene Raumluft, Klimaanlagen oder lange Bildschirmzeiten belasten die Augen.
  • Allergien, z. B. gegen Pollen oder Hausstaub, führen oft zu juckenden und tränenden Augen.
  • Infektionen wie Bindehautentzündungen werden meist durch Viren oder Bakterien ausgelöst.
  • Kontaktlinsen können bei falscher Anwendung oder mangelnder Hygiene Beschwerden verursachen.
  • Hormonelle Veränderungen oder bestimmte Medikamente können die Tränenproduktion beeinflussen.
  • Augenprobleme treten auch im Rahmen von Grunderkrankungen wie Diabetes oder Rheuma auf.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Die Diagnose erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung, ggf. ergänzt durch Abstriche oder Sehtests.

  • Bei trockenen Augen helfen befeuchtende Augentropfen („künstliche Tränen“).
  • Allergische Beschwerden werden mit antiallergischen Tropfen oder Tabletten behandelt.
  • Bei bakteriellen Infektionen kommen antibiotische Augentropfen zum Einsatz.
  • Entzündungen oder Reizungen erfordern ggf. entzündungshemmende Präparate.
  • Eine Anpassung der Bildschirmarbeitsplätze oder der Raumluft kann unterstützend wirken.

Hausmittel und unterstützende Massnahmen

  • Regelmässige Pausen bei Bildschirmarbeit („20-20-20-Regel“) entlasten die Augen.
  • Warme Kompressen können bei Lidrandentzündungen wohltuend sein.
  • Luftbefeuchter verbessern das Raumklima und beugen trockenen Augen vor.
  • Eine Sonnenbrille schützt die Augen vor UV-Strahlung und Reizstoffen.
  • Eine ausgewogene Ernährung mit Vitamin A, C und Omega-3-Fettsäuren unterstützt die Augengesundheit.

Wann ist ärztlicher Rat erforderlich?

  • Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden.
  • Wenn Schmerzen, starke Rötung oder Sehstörungen auftreten.
  • Bei Verdacht auf eine Infektion oder Verletzung des Auges.
  • Wenn Kontaktlinsen nicht mehr vertragen werden.
  • Bei plötzlichem Sehverlust oder Lichtblitzen – hier ist sofortige Abklärung nötig.

Mögliche Komplikationen

Unbehandelte Augenbeschwerden können zu chronischen Reizungen, Infektionen oder dauerhaften Sehstörungen führen. Besonders bei Infektionen besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung ausbreitet. Eine frühzeitige Behandlung schützt die Augengesundheit und beugt Folgeschäden vor.

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